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Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Informationen zur Feuerwehr Thalburg, insbesondere zu Veränderungen im Fahrzeugpark und zur Indienststellung neuer Einsatzmittel.

04.06.2004 Das neue GTLF 2-1, rechts: …mit Aufbau aus rotem Resin! Das neue GTLF 2-1 mit seinem Vorgänger

Die Feuerwehr Thalburg hat im Juni 2004 ein neues Tanklöschfahrzeug TLF 24/50 in Dienst gestellt, das von Magirus auf einem Iveco-Fahrgestell vom Typ FF 190 EH 350 W aufgebaut worden ist; der Norm entsprechend werden 4800 Liter Wasser und 200 Liter Schaummittel mitgeführt. Es ersetzt ein älteres TLF 24/50 aus dem Jahre 1983, bei dem es sich um ein Mercedes-Benz-Fahrgestell 1922 AK mit Bachert-Aufbau gehandelt hat.

Aus modellbauerischer Sicht können im Hinblick auf das neue TLF 24/50 zwei Besonderheiten thematisiert werden: Erstens besteht der Aufbau nicht - wie bei den Fahrzeugen der Feuerwehr Thalburg bislang üblich - aus Polystyrol, sondern aus rotem Resin der Fa. Merlau, und zweitens ist auch das neue TLF 24/50 - ebenso wie das zuletzt beschaffte LF 16/12 - auf einem Iveco-Fahrgestell aufgebaut: In den Thalburger Feuer- und Rettungswachen ist dies noch immer ein eher ungewohnter Anblick!

GTLF2-1
Vergrößerung ansehen Das neue GTLF 2-1
GTLF2-1
Vergrößerung ansehen …mit Aufbau aus rotem Resin!


Da in diesem Update - abweichend von der gewohnten Praxis - nur das neue TLF 24/50 vorgestellt wird, ist allerdings etwas mehr Raum für eine ausführliche Baubeschreibung vorhanden: Zunächst muss ein Allradfahrgestell aus der Bastelkiste auf den benötigten Radstand gekürzt werden. Bei der Kabine des TLF 24/50 gibt es nun eine Überraschung, die vermutlich nur Bastlern mit sehr geübtem Blick auffallen wird: Es handelt sich nämlich nicht, wie man vermuten könnte, um die (viel zu schmale!) Kabine der DLK 23/12 oder des RW 2 von Wiking, sondern um die sehr behutsam gekürzte Gruppenkabine des LF 16/12! Im direkten Vergleich der zur Verfügung stehenden Kabinen macht der Breitenunterschied immerhin fast zwei Millimeter aus, so dass der Griff zur Bastelsäge schon aus Gründen eines einheitlichen Erscheinungsbildes der Thalburger Iveco-Fahrzeuge notwendig war - vom Aspekt der Vorbildtreue einmal ganz abgesehen… Wer sich diesen Aufwand jedoch sparen möchte, kann selbstverständlich auch die fertige Truppkabine von Wiking oder Rietze verwenden!

Schnittführung - nicht ganz einfach! Schnittführung - nicht ganz einfach!

Der übrigens in wirklich hervorragender Qualität gegossene Merlau-Aufbau muss einige Veränderungen an sich geschehen lassen: Er erhält zunächst eine neue Dachrandverblendung aus Evergreen-Profilen, eine Riffelblechdachfläche von Preiser und neue Rolladen, die bei verschiedenen herpa-Modellen ausgeliehen wurden:

  • Die Heckrollade des TLF 24/50 gehörte ursprünglich in die hohen Geräteräume einer herpa-DLK 23/12; sie musste ein wenig gekürzt werden.
  • Die vorderen seitlichen Rolladen stammen von einem TSF-W und passten fast exakt in die Öffnungen des Merlau-Aufbaus.
  • Die hinteren seitlichen Rolladen sind aus jeweils zwei mittleren seitlichen Rolladen des herpa HLF 2000 zusammengesetzt, d. h. nach oben verlängert - die Schnittkante verbirgt sich zugegebenermaßen unter dem gelben Streifen!

Die Dachbeladung besteht aus zwei Gerätekästen und der Leiterhalterung eines RW 2-Kran von Preiser, vier Roco-Saugschläuchen und einer vierteiligen herpa-Steckleiter. Der Monitor wurde aus Teilen eines TroTLF 16- und eines TLF 24/50-Monitors von Preiser sowie eines HLF 2000-Monitors von herpa zusammengesetzt. Ergänzend kommt schließlich noch eine Galerie zur Absturzsicherung von einem herpa TLF 24/50, eine Verkehrswarneinrichtung von herpa sowie eine Klappleiter aus Teilen einer hölzernen Preiser-Steckleiter hinzu.

GTLF 2-1, Seitenansicht
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GTLF 2-1, Seitenansicht
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Im unteren Bereich des Aufbaus musste zunächst ein neuer Kotflügel eingepasst werden; dieser besteht aus einer entsprechend ausgesägten und zurecht gefeilten weißen Plastikplatte. Unter den hinteren seitlichen Rolladen sorgen neue Trittflächen (von einem herpa LF 16/12) und eine Verkleidung um die Druckabgänge herum (von einem herpa TLF 24/50) für den vorbildgerechten Abschluß des Aufbaus.

Weitere Zurüstteile sind eine neue Heckaufstiegsleiter, Zusatzscheinwerfer unter der Stoßstange, ein Arbeitsscheinwerfer an der Fahrzeugfront, zusätzliche Trittstufen an den Einstiegen zum Führerhaus und Blaulichtschutzbügel von Preiser. Für die Beschriftung wurden Decals von TruckLine (112-Symbole), dem Modellbaustudio am Kaiserberg (Schriftzug "Feuerwehr", Umfeldbeleuchtung) und Müller (Reflexstreifen) verwendet. Die Dachbeschriftung und die Wachkennung in der Frontscheibe besteht aus weißen Abreibebuchstaben in den Größen 2,5 mm und 1,5 mm.

Über ein Feedback zum neuen TLF 24/50 und dieser Baubeschreibung würde ich mich wie immer sehr freuen!



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