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Neues aus Thalburg!

14.07.2006 Gerätewagen-Wasserrettung

In diesem Update wird der neue Gerätewagen-Wasserrettung der Feuerwehr Thalburg vorgestellt. Es handelt sich dabei um einen MB Sprinter 616 CDI mit Aufbau von Ziegler, der seit 2005 als Nachfolger des bisher verwendeten Amphi Ranger GW-W 1-1 auf der Feuer- und Rettungswache 1 eingesetzt wird.

Für einen Nachbau des neuen GW-W 1-1 werden folgende Basismodelle der Firma herpa benötigt: Ein MB Sprinter RTW mit Strobel-Kofferaufbau in rot (Sondermodell eines Fachhändlers aus dem Rhein-Main-Gebiet), ein Löschgruppenfahrzeug LF 8, ein Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 2000 sowie ein relativ beliebiger roter Kofferaufbau, beispielsweise von einem LKW-Hängerzug.

Das RTW-Chassis wird zunächst mit runden Hohlprofilen von Evergreen, die als neue Achsführungen dienen, zu einem Allradfahrgestell umgebaut. Die serienmäßigen Räder werden durch neue (etwas größere) Räder eines MB T 2 Vario aus der Bastelkiste ersetzt; hinten erhält der GW-W 1-1 Zwillingsbereifung. Vom HLF 2000-Aufbau wird nun lediglich die Türe des Mannschaftsraumes ausgesägt. Der Aufbau des LF 8 büßt zudem seine vorderen (schmalen) Rollladen ein, während vom roten Kofferaufbau zwei Eckteile ausgeschnitten werden.

Der neue GW-W 1-1
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... ein MB Sprinter 616 CDI
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Im nächsten Bastelschritt wird der gekürzte LF 8-Aufbau mittig durchgetrennt und um etwa 3 mm verschmälert, damit der Aufbau für das Sprinter-Fahrerhaus nicht zu breit ist und die Proportionen des Fahrzeuges weiterhin stimmig erscheinen. An den hinteren Geräteräumen des LF 8 werden dann die Türen des Mannschaftsraumes von HLF 2000 geklebt, an die wiederum die Aufbauecken des roten Kofferaufbaus montiert werden. Abschließende Karosseriearbeiten sind das Aufkleben einer zurecht gesägten Riffelblechplatte von Preiser als Dachfläche und die Anbringung einer weißen Dachrandverblendung aus Evergreenprofilen.

Im Rahmen der Detaillierung werden neben zahlreichen Decals von TruckLine, DS-Decals und Müller, der Umfeldbeleuchtung sowie den gelben Seitenstreifen folgende Teile angebracht: Ein herpa-Arbeitsscheinwerfer, eine Signaleinrichtung von Hänsch bzw. Wiking, Kompressorfanfaren, Antennen, Astabweiser aus geätztem Messing, Zusatzblinker und Begrenzungsleuchten, seitliche Markisen aus runden Evergreenprofilen, eine Klappleiter, ein Dachlüfter von Busch, ein gekürzter Wiking-Lichtmast sowie ein selbst gebauter Bootshaken aus Preiser- und herpa-Teilen. Das auf einer Entnahmehilfe gelagerte Schlauchboot stammt übrigens ursprünglich von Schuco. Nachdem alle angespritzten Details des Bootes abgeschliffen worden sind, wurde es jedoch mehrfach extrem dick mit mattschwarzer Farbe bemalt. Daraufhin wurde die oberste Lackschicht mit einer Nagelbürste, dem Scheuerpulver Ata und feinem Schleifpapier bearbeitet, um den Eindruck einer bereits etwas abgenutzten, stumpfen Gummi-Oberfläche noch etwas besser vermitteln zu können. Aus einer mattschwarzen Selbstklebefolie wurde schließlich noch ein neuer "Unterboden" des Bootes angefertigt.

Das Boot stammt von Schuco...
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...wurde aber lackiert und bearbeitet!
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Nun noch ein Hinweis in eigener Sache: Nach diesem Update wird es bei der Feuerwehr Thalburg voraussichtlich für einige Zeit keine weiteren Neuheiten mehr geben. Dafür gibt es viele unterschiedliche Gründe, für die ich um Verständnis bitte:

Zum einen werden meine liebe Freundin Antje und ich in naher Zukunft heiraten, so dass noch einige Vorbereitungen zu erledigen sind und nicht zuletzt auch eine längere Reise ansteht. Zum anderen ist meine berufliche Situation im Augenblick so, dass ich beim besten Willen nicht mehr die Zeit für mein Hobby finde, die ich gerne hätte. Schließlich kommt noch hinzu, dass meine Gesundheit zeitweise etwas angeschlagen ist und ich auch deshalb nicht immer dazu komme, an neuen Modellen zu arbeiten.

Kurzum: Selbstverständlich werde ich auch weiterhin Modelle bauen, nur wird es in Zukunft eben noch wesentlich länger dauern, bis wieder ein Fahrzeug fertig gestellt werden kann. Wenn es ein Update gibt, soll sich das dann außerdem "lohnen". Ich möchte auch kein "Wettbasteln" anfangen, nur um möglichst schnell irgendwelche neuen Bastelergebnisse zu präsentieren - die dann aber womöglich lieblos "zusammengeschustert" wären und nicht den Anspruch erfüllen würden, den ich nun einmal an meine Modellfeuerwehr habe.

Ich bedanke mich an dieser Stelle für die freundliche Unterstützung, die ich von der "Fangemeinde" der Feuerwehr Thalburg in den vergangenen Jahren erhalten habe. Die vielen und fast ausschließlich positiven Reaktionen auf meine Homepage, meine Modelle und auch das vor kurzem erschienende Buch über die Feuerwehr Thalburg haben mich sehr, sehr gefreut und motiviert. Ohne die fast unglaubliche Resonanz, auf die die Feuerwehr Thalburg vor allem im Internet gestoßen ist, wäre meine Modellfeuerwehr sicherlich nicht das geworden, was sie heute ist. Durch die Internetpräsenz habe ich nicht nur viele "Gleichgesinnte" kennen gelernt - aus den guten Kontakten sind inzwischen auch viele Freundschaften entstanden, die zu einem regelmäßigen und intensiven Austausch geführt haben, den ich nicht mehr vermissen möchte!

Bleibt vorerst unvollendet:
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der neue Teleskopmast.
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Bevor ich mich nun für einige Monate verabschiede, möchte ich daher unbedingt noch auf zwei Dinge hinweisen: Erstens bin ich per Mail weiterhin jederzeit erreichbar, und jede Anfrage zur Feuerwehr Thalburg wird in der gewohnten Weise auch in Zukunft beantwortet. Und zweitens - dies als Hoffnungsschimmer und erfreulichen Ausblick - ist definitiv ein zweites Buch über die Einsatzfahrzeuge aus Thalburg (und Nordstadt!) geplant. Sobald es diesbezüglich etwas Neues gibt, werde ich den gewohnten Newsletter versenden, und in einigen Monaten heißt es dann mit Sicherheit auch wieder: "Neues aus Thalburg!"

Bis dahin verbleibe ich nun jedoch: Herzliche Grüße an alle Freunde der Feuerwehr Thalburg!

Harald Karutz



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